Besonderer Terror: Freundlichkeit™

Dezember 23rd, 2011

Ich habe mir für diese Weinachten was ganz besonderes ausgedacht: Ich terrorisiere die Leute mit der besten Wonnfresse, die ich hinkriege. Komm den Leuten mit Freundlichkeit.

Was gibt es schöneres wie der Ausdruck, den jemand macht, wenn der dich provozieren möchte, jedoch nur eines erntet: ein glückliches, freundliches Gesicht, vielleicht noch gepaart mit Verständnis für seine Situation?

 

Frohe Weihnacht Euch allen. Seid nett miteinander…

 

Fest der Hiebe™

Dezember 21st, 2011

Was verbindet der Mensch – oder der schweizer Mensch – mit dem Begriff Weihnachten? Wärme? Fammiliensinn? Einen kuscheligen Kamin, vielleicht hängen da ein paar übergrosse Socken dran? Geschenke? Glückliche, staunende Kinderaugen? Gutes Essen? Friedlichkeit?

Gestern war ich an einem Weihnachtsmusical. Von einer Primarschulstufe gespielt. Es war “süss”, “rührend”, und dann erst noch gut gemacht. Mit Klischees wurde nicht gespart. Herzige Engelchen, nette Hirten, nette Schafe, und eine kleine Bande von Kindern, die nach Bethlehem pilgern wollte. Das ganze war musikalisch untermalt. Man konnte für eine Weile einfach abschalten, es war schön…

Am Ende – der Rektor wollte noch ein abschliessendes Wort verkünden – waren alle auf der Bühne versammelt. Die Kinder wurden unruhig, denn das Musical war schon vorbei, und sie wollten wohl zu ihren Eltern, die unten in den Zuschauerreihen auf ihre Sprösslinge warteten.

Da sah ich es… zwei Engelchen, die sich prügelten. Da flogen tatsächlich kleine Engelsfäustchen. Irgendwie war das einerseits ein groteskes Bild, und andererseits auch …ja, ein Spiegelbild der Grundstimmung…

Das Fest der Liebe? Ich frag mich grad…. auch in meinem Kopf haben sich “Idealvorstellungen” von Weihnachten eingepflanzt – wenn ich mir das so vorstelle, sind das recht kitschige Bilder, die ziemlich nach Hollywood riechen.

Ja, und da gibt es noch – ganz blass – die Bilder, die aus meiner Kindheit stammen. Die sind zwar nicht grässlich, aber auch nicht wirklich schön. Die sind hektisch, unzufrieden, und da oder dort gar etwas langweilig.

Es ist mir eigentlich egal, was sie sind…nur ein Punkt fällt mir auf: Ich habe kein einziges Bild in mir, welches den Ausdruck “Fest der Liebe” untermauern würde. Wenn, dann sind das eben jene Hollywood-Idealvorstellungen, die genau gar nichts mit der Realität zu tun haben scheinen.

Es kommt mir im Moment so vor, als hätte niemand Zeit für diese Liebe. Ich befürchte, dass die Liebe während der Weihnachtszeit sogar ziemlich out ist. Sie ist unpopulär – halt nicht trendy oder sowas…. und was den Streitfaktor so angeht, scheint es viel eher darauf rauszulaufen: “JETZT ERST RECHT!”

Irgendwie macht mich das traurig. Ein Fest der Liebe wäre doch…etwas schönes? Warum nicht für einmal “Waffenstillstand”? Kann man denn nicht für ein paar Tage den Frieden wahren, auch wenn das keinen Kausalzusammenhang zur Lebenssituation haben mag? Einfach um der Liebe willen?

Fest der Liebe™

Dezember 6th, 2011

Ich wusste es…. schon im Oktober…als sich die ohnehin schon nervende Werbung am TV veränderte. Immer pünktlich zum letzten Quartalsbeginn werden nämlich die tollsten Erfindungen im Spielzeugbereich feilgeboten. Elektronische Hunde, die bellen wenn man sie streichelt, USB-fähige Weihnachtsbäume, der Samichlaus Bausatz, und …. die immer wieder gern gesehene Mutter Maria zum aufblasen. Mit blauer Burka blauem Kopftuch.

Manchmal weiss ich nicht, ob mich Weihnachten aufregen sollen. Einerseits mag ich die Stimmung, die fünf minuten vor Beginn des Heiligabend per Knofpdruck aktiviert wird. Andererseits gibts da die Regungen des weihnachtlichen Vorspiels: Stressig, nervös, und ein egoistisches Schnäppchenjägertum prügelt die Leute von Laden zu Laden.

Auch ich weiss noch nicht, wem ich was schenken soll. Im Geiste spiele ich tatsächlich bereits Plan-B Szenarien durch, und frage mich ob ich damit durchkomme…

Jeden Dezember packt mich dann so ein fiktives Fernweh. Das Bild einer Palme mit provokativer Weihnachskugel am linken Palmblatt. Ich, mit einer Pinacolada im Griff… es wiederholt sich periodisch wie ein Langzeitkratzer auf der Schallplatte. Gesonnenbrillt quetsche ich da mein Sonntagsgrinsen auf’s Bild, und versende diesen Schnappschuss per MMS an diejenigen, die sich zu Hause der Herausforderung “Fest der Liebe” stellen…

“Doch diesmal soll alles anders laufen” sag ich mir, schüttel mein Ferienbild aus dem Gehirn, ziehe meine Jacke an und fädel mich in den Weihnachtsverkaufsverkehr ein…. im Wissen, dass ich mir das jedes Jahr schon gesagt habe, und es… irgendwie noch nie so richtig geklappt hat…. mit dem “Fest der Liebe”….

 

Auf der Bank™ ….

Dezember 2nd, 2011

Ich bin einer derjenigen, vor welchen mich meine Eltern immer gewarnt hatten. Stimmt. Ich bin aber auch ein e-Banking-Boykott-Kind, verachte i-Geräte (so Gefriemel wie i-Pod, -Pad, -Carly, -Phone) und esse zum Frühstück niemals Knäckebrot. Also könnte man mich als retrovertiert bezeichnen, was zwar stimmt, jedoch mir ziemlich am Arsch vorbei geht, und auch sonst niemanden so richtig interessiert. Als beinahe schon pensionierter Langzeitträger geistigen Unrats möchte ich aber auf sämtliche deutschen Banken mal abscheissen.

Ich wollte in einer dieser Hochburg des monetären Terrors eine Zahlbarpervorkasserechnung bezahlen. In der ersten Bank versicherte man mir, dass dies grundsätzlich möglich sei, jedoch mit einer Gebühr von 15€ belastet würde. In der zweiten Bank war das beinahe genauso unverfroren: 13.70 €. Ja, und – das hat mir irgendjemand zugeflüstert – es existiere irgendwo eine Bank, die täte das für sensationelle 8 €…..

Moment mal…. ich geb Euch mein Geld, damit Ihr daraus noch ein wenig Gewinn erwirtschaften könnt, und lasse mich das 15 eurer dämlichen Kröten kosten?

Der Euro ist zwar beschissen genug, aber trotzdem brauche ich keine Hilfe, wenn es darum geht, ihn nicht lange besitzen zu müssen…. sowas schaff ich spielend auch ohne Bank!

Bescheuerte USB-Tools: Die Kettensäge™

November 30th, 2010

Auf der Suche nach neuen tollen Ideen fürs Computerleben habe ich folgendes, nützliches Tool entdeckt:

Die USB – fähige Kettensäge!

Gestützt durch die Tatsache, dass in keiner Berufsgattung dermassen viele Leute Amok laufen wie in der Informatik, empfinden wir dieses Tool deswegen als sehr nützlich.

Der Hersteller garantiert eine Kompatibilität zu PC und Mac, sowie zu den Baumarten Fichte und Tanne, sofern diese über USB 2.0 verfügen.

Ich bestell grad… will auch wer?

Weltuntergang™

November 2nd, 2010

Sicherlich ist Euch schon mal die Thematik “Maya-Kalender” ums Maul gehauen worden. Da gibts nämlich eine besonders militante, hauptsächlich von der Gesellschaft ausgegrenzte Gruppe von Einzelschicksalen, die man im allgemeinen als Verschwörungstheoretiker-Ecke bezeichnet. Ich dachte immer, das seien Spinner, die mit solchen Theorien ihre Unzufriedenheit bezüglich unseres Gesellschafts-systemes erklären.

Ich muss mich bei denen entschuldigen. Sie hatten alle recht. Jawohl!

ES HAT NÄMLICH BEGONNEN! Ihr dürft Euch jetzt fürchten. Gestern ist in Thüringen das erste Erdloch aufgegangen. Der Weltuntergang steht uns bevor.

Diese Löcher entstehen aufgrund von Magmabewegungen des inneren Erdmantels, und wurden bereits in den 50′er-Jahren vermehrt registriert. Experten vermuten, dass dies zurückzuführen sei auf die Veränderung des Erd-Magnetfeldes, welches durch den Einsatz der ungesicherten Atomanlagen in der Ukraine entstanden sein könnte.

Andere Stimmen wissen, dass dies auf den missglückten Versuch der Aliens zurückzuführen sei, im Spätherbst mittels Teslawellen Kornkreise zu hinterlassen. So berichtet SETI, die Forschungsstelle für Ausserirdische Intelligenz, dass zeitgleich mit der Entstehung dieses Loches ein pulsierendes, im Niederfrequenzbereich schwingendes Geräusch registriert wurde.

Es wird mit weiteren Einbrüchen des Erdmantels gerechnet. Vor allem die Gebiete Deutschland, Australien, Frankreich und die Schweiz könnten betroffen sein.

Die Behörden warnen vor Hamsterkäufen, und bitten die Bevölkerung, keine brennenden Zigarettenkippen in die Löcher zu werfen. Das dort austretende Erdgas ist hochexplosiv, und könnte zu erheblichen Schäden in der Erdkruste führen.

Mein Praktikum bei der US-Armee™

Oktober 6th, 2010

Als ewiger Stänkerer und Maulheld sollte man stets informiert sein. Auch über so schlecht geführte Organisationen wie die US-Armee. So schickte ich mich, um bei denen ein Praktikum zu absolvieren, an die Bewerbungsstelle für ausländische Inländer. Man hat mich sogar aufgenommen, und direkt an die Front geschickt…

Schnell lebte ich mich ein, und fühlte mich nach kürzester Zeit schon genauso paranoid wie die anderen….

Hier auf dem Bild seht ihr mich, wie ich professionalisiertes Herumstehen trainiere.

Ich glaub man mag mich dort. Das liegt sicher daran, dass ich einen Schläfer in ihren eigenen Reihen ent- und aufgedeckt habe….

Jeden Montag Morgen haben wir Geographieunterricht. Damit die Soldaten auch wissen, aus welchem Land ich komme, wurde wegen mir eine Stunde über Europa referiert, und danach ein Film über mein Land gezeigt….

Es wird immer wieder die vorbildliche Rechtslage der Frau in der Schweiz angesprochen. So haben sich viele der Damen vom Herd abwenden können, um etwas Farbe in ihr Leben zu kriegen…

Schon von klein auf lernt der Mann zum Beispiel, dass die Argumente einer Frau stets Gewicht haben.

Findige Köpfe haben hier Platz für ihre Ideen…

Frauen dürfen hier auch Waffen tragen…..

Ebenso die beruflichen Chancen der Frau wurden verbessert. Wir sehen hier eine echte schweizer Informatikerin mit ihrer .. äh.. Tastatur…

Generell wird auf Wünsche der Weiblichkeit mehr acht gegeben, und – nach bestem Gewissen – alles danach ausgerichtet… nennt sich eMannzipation


Kurz gesagt, war mein Praktikum eine tolle Erfahrung, die zwar unnötig war, aber dennoch sehr erbaulich.

One of these Days

September 28th, 2010

Sechs Uhr Früh – Basel – Die Sonne brennt noch nicht – und von einer Frisur ist weit und breit nichts zu sehen. Ich stehe absichtlich auf und gehe unter die Dusche.

Duschen sind vor allem am Morgen hie und da ziemlich nervig. So greift mich mein Duschvorhang mit nass-schlabberiger Tuchfühlung erneut an – Gänsehaut macht sich breit. Währenddem ich dies zu hassen beginne, beschliesse ich, dass dieser Tag schlecht sein wird. Es gibt zwar vom spirituellen Standpunkt her keine schlechten Tage, aber das ist mir wurst. Es ist mein Recht, mich schlecht zu fühlen.

In der Firma angekommen, starte ich meine Rechner und warte auf Anrufe. Ich rechne heute mit einer leicht erhöhten Weichbecherdichte. So wie dieser Tag begonnen hat wird er auch weitergehen….

Man könnte aus dieser Schreibe eine Art von Übellaunigkeit herausinterpretieren. Ist auch so. Ich bin sauer auf nichts, und suche noch nach den Gründen dafür….

WAS FÜR EIN SCHEISSTAG!

Sitzungszimmer ausgebrannt

September 24th, 2010

In einer Methangas-Sammelfabrik ist gestern einem unserer Agenten bei der Abgabe seines täglichen Beitrags zur Erderwärmung ein Fehler unterlaufen.

Er zündete nämlich im Sitzungszimmer eine Zigarette an, währenddem er auf die druckgesteuerte Körperentladung wartete. Die Zelle explodierte, worauf der Mann aus nachvollziehbaren Gründen dieselbe im Schnellschritt verliess.

Während solchen Konferenzen herrscht normalerweise striktes Rauchverbot. Hauptsächlich deswegen, weil die Qualität des darin auftretenden Edelgases nicht durch Fremdeinwirkung verfälscht werden sollte, aber eben auch, um allfälligen Unfallgefahren vorzubeugen.

Pressesprecher diverser Organisationen, die damit zwar nichts zu tun haben, denen ein solcher Event aber für Propagandazwecke äusserst gelegen kommt, gehen davon aus, “dass unser Mitarbeiter hier höchstwahrscheinlich einem Terroranschlag zum Opfer gefallen ist“. Sie fordern eine genaue Untersuchung jener Sitzgelegenheiten und kündigten Stuhlproben an.

Den Hauptgrund für diese Annahme liefert die Tatsache, dass zahlreiche mutmassliche Menschen gesehen wurden, wie sie während den letzten zwei Wochen auf zu unbeteiligte und viel zu unverdächtige Weise an dieser öffentlichen Toilette vorbeigingen. Sie waren als normale Passanten getarnt.

Über Nacht haben sich auch die potentiellen Terroristenlager zu diesem Anschlag bekannt, was die Behörden vor ein unlösbares Problem stellt: Es gibt zu viele, die das getan haben wollen.

Ahmadinejad: “Wir werden nicht ruhen, bis das letzte Scheisshaus der Ungläubigen dem Erdboden gleich gemacht wurde.”

USA: Dies ist ein klarer Affront gegen die Werte der westlichen, gläubigen Welt. Wer unsere Fäkalpolitik angreift, greift unser Land an. Und Gott.

…wolle man gen Bosporus senden, und etwas Armee mit Waffen… In den Bosporus… Das klingt zwar weit weg, ist es aber nicht. Denn die USA hat unlängst in derselben Gegend schon hochgefährliche Dialysepatienten gesucht, nie gefunden, und dann per Ausschlussverfahren eingekesselt.

Auf der Weltbühne der Politik werden ebenfalls Stimmen laut. Ein durchaus ernst gemeintes Hilfsangebot der Südkoreaner hat die Schweiz dankend abgelehnt. Die Sachlage sei wesentlich komplexer, stellt Frau Leuthard grossmütterlich fest:

…. man ist schockiert. Und mit grosser Anteilnahme wird verkündet:

GEH ZU HAUSE SCHEISSEN. DAS IST VIEL SICHERER!!


(an die arme Sau, der das passiert ist: Sorry, aber wir konnten nicht anders. Es gibt Dinge, die darf man nicht tun: Operationen am Allerwertesten bekanntgeben, und Scheisshäuser in die Luft jagen. Wir von Nervenzelle wünschen Dir “Gute Besserung”!)

Spendenaufruf™

September 21st, 2010

Auch Antiterroreinheiten haben ihre finanziellen Engpässe.

Wir von Nervenzelle™ haben aufgrund erhöhten Auftretens von Rektalviolinen™ zu einer oder mehreren Spenden aufgerufen, da die Vielzahl an kognitiv verminderten Äusserungen unser Budget bei weitem überschritten hat.

Nach Abschluss dieser Aktion konnten wir unser Budget um 1  Mikromillion Franken erhöhen, wobei sich die dafür eingesetzten Kosten (Schild und so) auf ca. 1 Franken zu beziffern sind.

Wir bedanken uns hiermit bei der Bevölkerung, und zeigen mit grosser Freude unseren Agenten bei der Aktion, die so ein voller Erfolg geworden ist.