Untherapierbar: ‘Durchschnittsschwachsinn’

Fest der Hiebe™

Mittwoch, Dezember 21st, 2011

Was verbindet der Mensch – oder der schweizer Mensch – mit dem Begriff Weihnachten? Wärme? Fammiliensinn? Einen kuscheligen Kamin, vielleicht hängen da ein paar übergrosse Socken dran? Geschenke? Glückliche, staunende Kinderaugen? Gutes Essen? Friedlichkeit?

Gestern war ich an einem Weihnachtsmusical. Von einer Primarschulstufe gespielt. Es war “süss”, “rührend”, und dann erst noch gut gemacht. Mit Klischees wurde nicht gespart. Herzige Engelchen, nette Hirten, nette Schafe, und eine kleine Bande von Kindern, die nach Bethlehem pilgern wollte. Das ganze war musikalisch untermalt. Man konnte für eine Weile einfach abschalten, es war schön…

Am Ende – der Rektor wollte noch ein abschliessendes Wort verkünden – waren alle auf der Bühne versammelt. Die Kinder wurden unruhig, denn das Musical war schon vorbei, und sie wollten wohl zu ihren Eltern, die unten in den Zuschauerreihen auf ihre Sprösslinge warteten.

Da sah ich es… zwei Engelchen, die sich prügelten. Da flogen tatsächlich kleine Engelsfäustchen. Irgendwie war das einerseits ein groteskes Bild, und andererseits auch …ja, ein Spiegelbild der Grundstimmung…

Das Fest der Liebe? Ich frag mich grad…. auch in meinem Kopf haben sich “Idealvorstellungen” von Weihnachten eingepflanzt – wenn ich mir das so vorstelle, sind das recht kitschige Bilder, die ziemlich nach Hollywood riechen.

Ja, und da gibt es noch – ganz blass – die Bilder, die aus meiner Kindheit stammen. Die sind zwar nicht grässlich, aber auch nicht wirklich schön. Die sind hektisch, unzufrieden, und da oder dort gar etwas langweilig.

Es ist mir eigentlich egal, was sie sind…nur ein Punkt fällt mir auf: Ich habe kein einziges Bild in mir, welches den Ausdruck “Fest der Liebe” untermauern würde. Wenn, dann sind das eben jene Hollywood-Idealvorstellungen, die genau gar nichts mit der Realität zu tun haben scheinen.

Es kommt mir im Moment so vor, als hätte niemand Zeit für diese Liebe. Ich befürchte, dass die Liebe während der Weihnachtszeit sogar ziemlich out ist. Sie ist unpopulär – halt nicht trendy oder sowas…. und was den Streitfaktor so angeht, scheint es viel eher darauf rauszulaufen: “JETZT ERST RECHT!”

Irgendwie macht mich das traurig. Ein Fest der Liebe wäre doch…etwas schönes? Warum nicht für einmal “Waffenstillstand”? Kann man denn nicht für ein paar Tage den Frieden wahren, auch wenn das keinen Kausalzusammenhang zur Lebenssituation haben mag? Einfach um der Liebe willen?

Fest der Liebe™

Dienstag, Dezember 6th, 2011

Ich wusste es…. schon im Oktober…als sich die ohnehin schon nervende Werbung am TV veränderte. Immer pünktlich zum letzten Quartalsbeginn werden nämlich die tollsten Erfindungen im Spielzeugbereich feilgeboten. Elektronische Hunde, die bellen wenn man sie streichelt, USB-fähige Weihnachtsbäume, der Samichlaus Bausatz, und …. die immer wieder gern gesehene Mutter Maria zum aufblasen. Mit blauer Burka blauem Kopftuch.

Manchmal weiss ich nicht, ob mich Weihnachten aufregen sollen. Einerseits mag ich die Stimmung, die fünf minuten vor Beginn des Heiligabend per Knofpdruck aktiviert wird. Andererseits gibts da die Regungen des weihnachtlichen Vorspiels: Stressig, nervös, und ein egoistisches Schnäppchenjägertum prügelt die Leute von Laden zu Laden.

Auch ich weiss noch nicht, wem ich was schenken soll. Im Geiste spiele ich tatsächlich bereits Plan-B Szenarien durch, und frage mich ob ich damit durchkomme…

Jeden Dezember packt mich dann so ein fiktives Fernweh. Das Bild einer Palme mit provokativer Weihnachskugel am linken Palmblatt. Ich, mit einer Pinacolada im Griff… es wiederholt sich periodisch wie ein Langzeitkratzer auf der Schallplatte. Gesonnenbrillt quetsche ich da mein Sonntagsgrinsen auf’s Bild, und versende diesen Schnappschuss per MMS an diejenigen, die sich zu Hause der Herausforderung “Fest der Liebe” stellen…

“Doch diesmal soll alles anders laufen” sag ich mir, schüttel mein Ferienbild aus dem Gehirn, ziehe meine Jacke an und fädel mich in den Weihnachtsverkaufsverkehr ein…. im Wissen, dass ich mir das jedes Jahr schon gesagt habe, und es… irgendwie noch nie so richtig geklappt hat…. mit dem “Fest der Liebe”….

 

Auf der Bank™ ….

Freitag, Dezember 2nd, 2011

Ich bin einer derjenigen, vor welchen mich meine Eltern immer gewarnt hatten. Stimmt. Ich bin aber auch ein e-Banking-Boykott-Kind, verachte i-Geräte (so Gefriemel wie i-Pod, -Pad, -Carly, -Phone) und esse zum Frühstück niemals Knäckebrot. Also könnte man mich als retrovertiert bezeichnen, was zwar stimmt, jedoch mir ziemlich am Arsch vorbei geht, und auch sonst niemanden so richtig interessiert. Als beinahe schon pensionierter Langzeitträger geistigen Unrats möchte ich aber auf sämtliche deutschen Banken mal abscheissen.

Ich wollte in einer dieser Hochburg des monetären Terrors eine Zahlbarpervorkasserechnung bezahlen. In der ersten Bank versicherte man mir, dass dies grundsätzlich möglich sei, jedoch mit einer Gebühr von 15€ belastet würde. In der zweiten Bank war das beinahe genauso unverfroren: 13.70 €. Ja, und – das hat mir irgendjemand zugeflüstert – es existiere irgendwo eine Bank, die täte das für sensationelle 8 €…..

Moment mal…. ich geb Euch mein Geld, damit Ihr daraus noch ein wenig Gewinn erwirtschaften könnt, und lasse mich das 15 eurer dämlichen Kröten kosten?

Der Euro ist zwar beschissen genug, aber trotzdem brauche ich keine Hilfe, wenn es darum geht, ihn nicht lange besitzen zu müssen…. sowas schaff ich spielend auch ohne Bank!

Bescheuerte USB-Tools: Die Kettensäge™

Dienstag, November 30th, 2010

Auf der Suche nach neuen tollen Ideen fürs Computerleben habe ich folgendes, nützliches Tool entdeckt:

Die USB – fähige Kettensäge!

Gestützt durch die Tatsache, dass in keiner Berufsgattung dermassen viele Leute Amok laufen wie in der Informatik, empfinden wir dieses Tool deswegen als sehr nützlich.

Der Hersteller garantiert eine Kompatibilität zu PC und Mac, sowie zu den Baumarten Fichte und Tanne, sofern diese über USB 2.0 verfügen.

Ich bestell grad… will auch wer?

Sitzungszimmer ausgebrannt

Freitag, September 24th, 2010

In einer Methangas-Sammelfabrik ist gestern einem unserer Agenten bei der Abgabe seines täglichen Beitrags zur Erderwärmung ein Fehler unterlaufen.

Er zündete nämlich im Sitzungszimmer eine Zigarette an, währenddem er auf die druckgesteuerte Körperentladung wartete. Die Zelle explodierte, worauf der Mann aus nachvollziehbaren Gründen dieselbe im Schnellschritt verliess.

Während solchen Konferenzen herrscht normalerweise striktes Rauchverbot. Hauptsächlich deswegen, weil die Qualität des darin auftretenden Edelgases nicht durch Fremdeinwirkung verfälscht werden sollte, aber eben auch, um allfälligen Unfallgefahren vorzubeugen.

Pressesprecher diverser Organisationen, die damit zwar nichts zu tun haben, denen ein solcher Event aber für Propagandazwecke äusserst gelegen kommt, gehen davon aus, “dass unser Mitarbeiter hier höchstwahrscheinlich einem Terroranschlag zum Opfer gefallen ist“. Sie fordern eine genaue Untersuchung jener Sitzgelegenheiten und kündigten Stuhlproben an.

Den Hauptgrund für diese Annahme liefert die Tatsache, dass zahlreiche mutmassliche Menschen gesehen wurden, wie sie während den letzten zwei Wochen auf zu unbeteiligte und viel zu unverdächtige Weise an dieser öffentlichen Toilette vorbeigingen. Sie waren als normale Passanten getarnt.

Über Nacht haben sich auch die potentiellen Terroristenlager zu diesem Anschlag bekannt, was die Behörden vor ein unlösbares Problem stellt: Es gibt zu viele, die das getan haben wollen.

Ahmadinejad: “Wir werden nicht ruhen, bis das letzte Scheisshaus der Ungläubigen dem Erdboden gleich gemacht wurde.”

USA: Dies ist ein klarer Affront gegen die Werte der westlichen, gläubigen Welt. Wer unsere Fäkalpolitik angreift, greift unser Land an. Und Gott.

…wolle man gen Bosporus senden, und etwas Armee mit Waffen… In den Bosporus… Das klingt zwar weit weg, ist es aber nicht. Denn die USA hat unlängst in derselben Gegend schon hochgefährliche Dialysepatienten gesucht, nie gefunden, und dann per Ausschlussverfahren eingekesselt.

Auf der Weltbühne der Politik werden ebenfalls Stimmen laut. Ein durchaus ernst gemeintes Hilfsangebot der Südkoreaner hat die Schweiz dankend abgelehnt. Die Sachlage sei wesentlich komplexer, stellt Frau Leuthard grossmütterlich fest:

…. man ist schockiert. Und mit grosser Anteilnahme wird verkündet:

GEH ZU HAUSE SCHEISSEN. DAS IST VIEL SICHERER!!


(an die arme Sau, der das passiert ist: Sorry, aber wir konnten nicht anders. Es gibt Dinge, die darf man nicht tun: Operationen am Allerwertesten bekanntgeben, und Scheisshäuser in die Luft jagen. Wir von Nervenzelle wünschen Dir “Gute Besserung”!)

Torro™

Donnerstag, August 19th, 2010

Wir bekennen uns zu folgendem Terroranschlag:

…. und sind auch noch stolz darauf.

Schnörkellos und unverblümt. Das war KLASSE, Torro… weiter so… wir hoffen auf viele Nachahmer.

“The Saw I – IV”

Dienstag, August 10th, 2010

Es geschah in der Nacht. Die Stadtwölfe heulten noch den Mond an, der am smogverschleierten Horizont sein Nachtwerk der Sonne übergab.

Dann erneut dieses Geräusch. Es erinnerte an eine Kreissäge. Und an einen Stein, der damit kreisgesägt wurde. Auf der Baustelle nebendran. Das Maschinengebrüll war enorm. Und führte dazu, dass das Weckergeräusch um ein Vielfaches übertönt wurde.

Ja, um halb sieben in der Früh ist das auch mein Lieblingsgeschäft. Steine zersägen. Sowas tut man nie, weil man solche Steine benötigen könnte. Nein. Es handelt sich bei solchen Aktionen eindeutig um mutmassliche Terroristen. Die werkeln neuerdings gern mit Westweltgeräten herum. Hier donnert ein Presslufthammer, da vibriert ein Dildo für Bauzement, und dort flötet eine Amsel im Handstand den Nokia-Tune rückwärts.

Es wird die Zeit kommen, da das frühmorgendliche Zersägen von Gestein zur sofortigen Verurteilung führt. Doch noch sind wir auf terroristische Aktionen angewiesen, und ich sinniere auf Rache.

Nieder mit dem Frühlärm™!!

Leckt mich am Arsch! Ich wünsche allen einen superschönen Tag mit viel Sonne!

Feriengeseier™

Montag, August 9th, 2010

Es gibt Montage. Viele sogar. Es gibt aber Montage, speziell seien diese nach den Ferien gemeint, die greifen schlicht und einfach das Nervenkostüm™ an.

Über den folgenden Anschlag sollte die Nachwelt informiert sein, damit zukünftig solchen Schwachköpfen kognitiv minderbemittelten Terroristen kein Handlungsspielraum mehr gelassen wird:

Benutzerin kommt aus den Ferien zurück, und ruft bei der Hotline an….

“Mein PC geht nicht”! [nein, echt jetzt?]

“Was geht denn nicht?”

“Mein PC” [ich fühle mich fast schon überinformiert]

“Ja und was heisst das denn genau?”

“Sie sind der Experte”

“Ok. (stimmt). Wo passiert denn der Fehler”

“Wenn ich das Passwort eingeben muss”

“Beim Harddiskpasswort?”

“Oh… keine Ahnung… beim ersten Anmelden halt” [lol oder heul oder beides?]

“Also das allererste Mal? … ok… d.h. Sie haben einen grauen Bildschirm für die Harddiskpassworteingabe?”

“Ja, genau”

[suche das Passwort aus einer Liste raus und nenne es ihr]

“Jetzt probieren Sie es mit diesem bitte”

“Es funktioniert nicht”

“Was sehen Sie?”

“Username oder Passwort ist falsch”

“Und das passiert beim grauen Bildschirm?”

“Ja.. ich glaube schon” [das ist der Moment in welchem ich sie schlagen möchte]

“Das kann aber nicht beim grauen Bildschirm sein”

“Weiss nicht”

“Ja… ist ihr Bildschirm grau oder eben nicht grau?”

“Also Grau würde ich das nicht nennen…eher so ein Grün”

[ich beisse in die Tischplatte, währenddem ich im Geiste für die Dame das Austrittsformular ausfülle und abschicke]

Tochterzellen™ : Zu schön um wahr zu sein

Donnerstag, August 5th, 2010

Nicht nur die Nervenzelle™ arbeitet gegen Bullshit. Eine uns nicht bekannte, aber durchaus verwandte Organisation übertrifft mit ihren Aktionen sämtliche Erwartungen.

Denn das Langzeitproblem “Bill Cosby” ist jedem Bürger, der von schleimiger Familien-Idylle die Schnauze voll hat, ein Dorn im Auge. Wenn Bill perfektvatern kommt, krieg’ ich ne Gänsehaut.

Darum sei den Urhebern dieses bereits viermal durchgeführten Terroranschlages diese Gedenkstafel gewidmet:

Wir werden Euch in Ehren halten! Danke!!


Brutaler Mord

Donnerstag, August 5th, 2010

Waschtage™ haben etwas komisches an sich. Für dauerbezogene Männer sind sie ein Buch mit sieben Siegeln ohne Inhalt, und für unbezogene Selbstwascher ein notwendiges Übel™.

Doch die Nervenzelle™ wurde nicht müde, einen Schlachtplan zu entwerfen, um sich ein für alle mal für langjährigen Tagesfrust rächen zu dürfen.

Es passierte gestern Abend. Meine bessere Hälfte wollte waschen, und bereitete die nächste Wäsche vor. Geschickt nutzte ich einen Telefonanruf, um die Wächterin der Wäsche vom Schauplatz wegzulocken. Dann schlich ich mich leise an, um mein Schandwerk an jener Höllenmaschine zu verüben.

Wir bekennen uns somit für den folgenden Terroranschlag aus unseren eigenen Reihen:

Ich fühle mich jetzt noch gut deswegen, werds morgen wieder tun, und lehne zufrieden zurück.